Sternwanderung

Autor: Corinne Herzog, Datum: 15. Februar 2013

Mitte Februar. Freitagabend. Drei verschiedene Standorte. Die Thurgauer Landjugend hat Sternwanderung.

An diesem winterlichen, nicht allzu kalten Abend, beleuchteten Fackeln den schneebedeckten Waldweg, auf dem die Landjügeler sich auf drei verschiedenen Routen dem Ziel näherten: ein gemütliches Waldhüttli oberhalb von Pfyn. Nach einem kurzen Marsch (oder eher Spaziergang) ging‘s hinein in die warme Stube. Dort warteten erfrischende Getränke, ein randvoller Sack mit Brotwürfel und viel, viel Fondue auf die Ankömmlinge. Erstaunlicherweise machten sich die Männer gleich an die Kocharbeit. Der Holzofen diente als Herd. Improvisationstalent war gefragt, als sie feststellten, dass keine Kellen vorhanden waren. Aber ein Plastiklöffel erfüllte auch fast seinen Zweck. Und er schmolz gar nicht so schnell. Nach langem, aber kurzweiligem Rühren, begleitet von knurrenden Mägen, zügelten sie zu den Caquelons. Als das Fondue die ersten Blasen warf, tunkte eine Landjügelerin das erste Brot hinein. Und verlor es sogleich. Aber macht nichts, es hatte ja genug von allem. Die Stimmung war ausgelassen. Vom Fondue wurden alle pappsatt. Und das, obwohl es noch Marmorkuchen gab! Es wurde viel gelacht, geschwatzt und über vergangene Landjugendanlässe geplaudert. Plötzlich war der ganze Kuchen gegessen.

Die Fackeln waren niedergebrannt, als sich die Landjügeler in die verschiedenen Richtungen auf den Heimweg machten.

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