Was für ein Fest – 50 Jahre Landjugend-Freundschaft Borgloh-Seerücken

26. Mai / Bianca Gaupp

Bereits seit vergangenem Jahr wurden Pläne für das grosse Jubiläum geschmiedet und man rechnete mit vielen Besuchern aus Norddeutschland.

So wurde fleissig für das Jubiläumswochenende geplant und diverse Ausflüge organisiert, bevor wir, die Landjugend Seerücken, dann endlich am Auffahrtswochenende unsere Borgloher-Freunde pünktlich um 9:00 Uhr in Hörstetten empfangen durften. Es reisten 38 Kolleginnen und Kollegen, jung und alt, mit dem Car an, um auf die letzten 50 Jahre anzustossen.

Im Anschluss an die Ansprachen und Begrüssungen unserer Präsidenten durften sich die vielen Teilnehmenden an einem reichhaltigen Brunch von der Reise und von den Vorbereitungen erholen. Denn die Borgloher waren bereits am Mittwochabend um 21:00 Uhr losgefahren und die Seerüggler waren am frühen Morgen aktiv, um alles für einen gebührenden Empfang vorzubereiten. Nach der Stärkung wurden die letzten Einteilungen in die Gastfamilien vorgenommen und bald schon durften sich die Borgloher eine kurze und erholsame Auszeit nehmen, bevor es dann in einem individuellen Nachmittagsprogramm weiterging. Dabei war das Interesse an einer Hoftour, welche über drei verschiedene Bauernhöfe von ehemaligen oder aktiven Seerügglern reichte, sehr gross. Eine andere Gruppe erklimmte den Napoleonturm bei Wäldi und rundete die geschichtsträchtige Exkursion im Arenenberg ab. Zum 45 Jahre Jubiläum schenkten uns die Borgloher eine deutsche Eiche, welche seit nun mehr als fünf Jahren im Jochental wächst und gedeiht. Das war die Gelegenheit einen Besuch bei der Eiche und das Nachtessen mit herrlichem Blick auf den Untersee zu verbinden. Der Austausch und die Gespräche reichten bis in die Morgenstunden.

Viel zu früh, vor allem für die Borgloher, war der Start in den nächsten abenteuerlichen Tag. Denn bereits um 8:00 Uhr hiess es: «Alle einsteigen – wir fahren los!». Die beiden Car-Chauffeure fuhren uns zielführend zum Flughafen Zürich nach Kloten. Dort stand eine Führung durch den Flughafen, mit Blick hinter die Kulissen, auf dem Programm. Gesplittet in 15er Gruppen hatten alle die Möglichkeit den Flughafen von einer neuen oder anderen Seite kennen zu lernen. Dabei gab es nicht nur die Möglichkeit einmal das Gepäcksförderband zu sehen, sondern auch die Swiss-Flugzeuge zum Greifen nah zu bewundern. Unsere knurrenden Mägen durften wir kurz darauf bei einem Spaghetti-Plausch mit Salat, Suppe und Dessert füllen. Im Anschluss ging es dann in den Wildpark Bruderhaus, welchen wir bei einem gemütlichen Spaziergang und warmen Wetter entdecken konnten. Nach der Rückreise in den Thurgau genoss eine kleinere Gruppe noch das schöne Wetter und die gesellige Stimmung am Steckborner Ufer, bevor es dann zum nächsten Programmpunkt in das Restaurant Steinberg ging. Neben den kulinarischen Leckerbissen kam die Gesellschaft auch musikalisch ganz auf ihre Kosten. Denn Sepp Manser und die Quöllfrisch-Buebe sorgten für eine traditionelle Schweizer Stimmung. Wer nach diesem Unterhaltungsabend aber noch nicht müde war, nutzte die Gelegenheit und zog noch weiter an die Hirschbar, um dort bis in die späte Nacht zu tanzen.

Auch am Samstag wurde keine Pause eingelegt und so ging es auf nach Arbon-Stachen, um sich dort ein genaueres Bild von der Mosterei Möhl AG zu verschaffen. Spannend wie viel der verarbeitenden Äpfel aus dem Thurgau und dem angrenzenden Kanton St. Gallen stammen. Ebenfalls erfuhren wir, dass das Unternehmen bereits in der fünften Generation geführt wird und stetig neue Produkte oder erweitere Produktreihen entstehen. Auch sehr interessant war die Bildstrecke über die verschiedenen Etiketten der vergangenen Jahre sowie die Entdeckungsreise durch das Erlebnis-Museum. Natürlich durfte die Degustation nicht fehlen und so wurden im Anschluss an die Führung genussvoll verschiedene Produkte ausprobiert. Für das individuelle Mittagessen verschoben wir uns von der MoMö zum Arboner Hafen und genossen die Sonne und den See. Manche konnten sich nicht zurückhalten und mussten, trotz kühlerer Temperatur, ins Bodenseewasser springen. Nach einigen angenehmen Stunden in Arbon ging es zurück nach Hörstetten und in die Gastfamilien. Dann stand bereits der grosse Abschlussabend des 50-jährigen Jubiläums bevor. Mehr als 100 Personen, bestehend aus aktiven und ehemaligen Borgloher und Seerücklern, versammelten sich zum Höhepunkt unseres Austausches in der Turnhalle Hörstetten. Der Abend wurde nach dem Nachtessen geschmückt durch Darbietungen der verschiedenen Gruppen. Dabei entstanden neue Pärchen beim Herzblatt, das Lotto-Spiel erfuhr eine neue Spielart, beim Jubiläums-Quiz war schnelles erkennen und richtiges raten gefragt und eine musikalische Gruppe bot einen überraschenden Auftritt. Natürlich durfte die Überreichung des Jubiläumsgeschenkes an die Borgloher, eine Holzbank mit Inschrift zur Platzierung bei der Jubiläums-Linde, nicht fehlen. Auch die deutschen Freunde haben sich was einfallen lassen und überraschten uns mit einer Feuersäule. Dazwischen spielten die Gino Boys geschichtsträchtig zum Jubiläum auf und man feierte bis in die Morgenstunden die beachtliche Freundschaft, welche nun schon über 50 Jahre hält.

So schön die Zeit ist, irgendwann heisst es: «Tschüss, alles Gute und bis zum nächsten Mal!». In fröhlicher Stimmung entstand ein Abschlussfoto für die Landjugend-Geschichte und mit vielen Erinnerungen und einzigartigen Erlebnissen reisten die Borgloher zurück in ihre Heimat. Dieses 50 Jahre Jubiläum verdankt seinen Erfolg dem engagierten OK, den aktiven Helfern und den vielen Teilnehmenden aus den vergangenen Jahren.